Veranstaltung
Studienreise
Gemeinsam Fläche sichern! Für eine regionale und nachhaltige Landwirtschaft in Berlin und Brandenburg
Erkenntnisse und Ergebnisse von der Studienreise im Handlungsfeld “Fläche”
Berlin, Eberswalde
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Gruppenbild von oben auf einer Wiese

Die Studienreise bildete den Auftakt für eine längerfristige Zusammenarbeit vielfältiger, regionaler Akteure, um gemeinsam Wege zu finden, Flächen in Berlin-Brandenburg für eine nachhaltige und regional ausgerichtete Lebensmittelerzeugung zu sichern.

 

Die Fahrt führt von Berlin aus in nordöstliche Richtung

Am 28.10.2020 besuchten die Teilnehmenden mit einem Bus Betriebe und Projekte, um Fragen zur Flächensicherung, zum Zugang zu Land und zur nachhaltigen Flächenbewirtschaftung vor Ort an konkreten Projekten und den jeweiligen Verantwortlichkeiten zu diskutieren.

Die Stationen waren:

  • Der Gemeinschaftsgarten Peace of Land in Berlin - Prenzlauer Berg
  • Das Gut Hobrechtsfelde nördlich der Stadtgrenze von Berlin
  • Das Bürgergut Börnicke in Bernau bei Berlin

 

Intensive Gespräche beim Workshop in Eberswalde

Zwischen den Teilnehmenden gab es beim sich anschließenden Workshop am 29.10. weitgehende Übereinstimmung bei der Beschreibung der Herausforderungen - sei es bei der Diversifizierung von landwirtschaftlicher Nutzung, der Sicherung von Betrieben vor allem in Situationen von Hofnachfolgen, dem Ausbau einer nachhaltigeren und regional ausgerichteten Lebensmittelerzeugung und der damit zusammenhängenden Flächenverfügbarkeit. Kontrovers gestaltete sich immer wieder die Diskussion, welche Ansatzpunkte zur Problemlösung beitragen können.

Fazit: Wir stehen noch am Anfang

Eine wichtige Erkenntnis war, dass es neben politischen Rahmenbedingungen vor allem auf den persönlichen Kontakt, das gegenseitige Vertrauen, überzeugende Konzepte und letztlich auf gute Partnerschaft zwischen Flächeneigentümer*innen und (potenziellen) Flächennutzer*innen ankommt. Zum Aufbau und zur Pflege solcher Verbindungen fehlt es häufig an Strategien, Formaten und vor allem Ressourcen. 

Viel wurde darüber diskutiert, wie die Kommunikation zwischen Flächeneigentümer*innen und Flächennutzer*innen verbessert und wie entsprechende Vereinbarungen erzielt werden können, die beiden Seiten entgegenkommen.

Für das KOPOS Projekt ist zudem ein wichtiges Ergebnis, nach außen deutlicher zu machen, dass es beim Thema Flächensicherung nicht ausschließlich und notwendigerweise um Zugang zu Land für Neu- und Quereinsteiger*innen in die Landwirtschaft geht. Strategien zur Flächensicherung können sehr wohl in bereits vorhandenen und sich entwickelnden Betrieben und in vorhandenen Pachtverhältnissen umgesetzt werden.