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Hexentäler Kinderküche e.V.

Hexentäler Kinderküche e.V.

Wir haben die Hexentäler*innen vom Pilotprojekt Hexentäler Kinderküche interviewed. In vier Fragen stellen sie das Projekt vor.

  1. Was genau macht eure Initiative/euer Projekt?

Unser Verein Hexentäler Kinderküche e.V. möchte mit zwei professionellen Köchinnen bzw. Köchen und hoffentlich vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern täglich frisch das Mittagessen für die Kinder der beteiligten Betreuungseinrichtungen zubereiten. Im Vordergrund steht dabei die Qualität des Essens, wir wollen regional und saisonal kochen, mit tierischen Produkten aus biologischer Landwirtschaft, kindgerecht, gesund und lecker. Um dieses Ziel zu erreichen, werden auch Verträge mit hiesigen Landwirten abgeschlossen und Kooperationen mit nachhaltigen Erzeugern eingegangen.

Starten möchten wir im kommenden Schuljahr in der Küche des FORUM Merzhausen für die Kinder der Hexentalschule. Weitere Betreuungseinrichtungen wie Kindergärten sollen schon bald hinzukommen.

Die Idee unseres Vereins geht jedoch noch über die einer gewöhnlichen Schulküche hinaus. Viele Kinder wissen nicht, wo ihr Essen herkommt und wie viel Mühe und Arbeit in einem Gericht stecken, vom Anbau über die Ernte bis zur Zubereitung. Dieses Wissen möchten wir den Kindern vermitteln und ihnen nahebringen, wie lecker ein Essen sein kann, das nur aus natürlichen Zutaten zubereitet wurde. So wird unsere „Hexenküche“ von einem pädagogischen Konzept begleitet, das zusammen mit der Schulbetreuung der Hexentalschule erarbeitet wird. Die Kinder werden selbst Kräuter und Gemüse anbauen, die in der Hexenküche verarbeitet werden, und die Erzeuger besuchen, um z.B. ihre Kartoffeln selbst auszubuddeln. Darüber hinaus sollen Kinderkochkurse angeboten werden.

  1. Wie ist diese Projektidee entstanden? Wer hat hier mitgewirkt?

Entstanden ist der Verein aus einer Elterninitiative heraus, die sich für die Kinder ein gesundes, kindgerechtes Mittagessen mit viel frischem Gemüse wünschte. In einem nächsten Schritt wurde Kontakt zur Schulbetreuung der Hexentalschule aufgenommen und so hat sich das Konzept recht schnell entwickelt. Für den Erfolg des Projekts arbeiten nun Vorstand, Eltern, Schulleitung, Schulbetreuung, Förderverein und die Gemeinde Merzhausen eng zusammen. Die Identifikation mit den Vereinszielen ist stark und die Unterstützung vonseiten der beteiligten Institutionen und der Hexentäler Bürger*innen groß.

  1. Welche Schritte plant ihr gerade?

Momentan machen wir sehr viel Öffentlichkeitsarbeit, um neue Mitglieder, Sponsoren und Spenden zu akquirieren. Darüber hinaus planen wir den Umbau der Küche im FORUM, da hier eine Umnutzung stattfindet. Als Nächstes werden wir unsere Kooperationspartner, Bauern aus dem Umland und weitere regionale Erzeuger auswählen und die Stellen für die Köch*innen ausschreiben.

  1. Was macht die Kooperation mit dem KOPOS Projekt für euch interessant?

Auch wir betreten mit diesem Projekt Neuland. Wir wissen natürlich, dass es sich um ein Wagnis handelt, auch weil wir maßgeblich auf die Arbeit Freiwilliger angewiesen sind. Über KOPOS knüpfen wir viele Kontakte, wir vernetzen uns und profitieren von den Erfahrungen anderer. Gleichzeitig können wir unsere Erfahrungen weitergeben und unseren ganzheitlichen Ansatz und unsere Ideen verbreiten. Denn wir sind der Meinung, dass das Modell der Hexentäler Kinderküche auch in anderen ländlichen Gemeinden funktionieren kann.